Über mich

Zum Tod habe ich schon lange eine besondere Verbindung. Prägend hierfür war die Zeit meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Im Hospiz lernte ich einen sehr konstruktiven Umgang mit Sterben, Tod und Trauer kennen. Vor allem die Reflektionen der Sterbenden darüber, was im Leben rückblickend als wichtig und unwichtig erachtet wurde, prägten mein damals noch sehr junges Ich. Zeitgleich wohnte ich in der Nähe eines wunderschönen historischen Friedhofs. Er faszinierte mich sehr und ich verbrachte viel Zeit dort. Die Gräber weckten in mir die Ehrfurcht vor der Menschheit und mein transzendentes Ich. Im Angesicht des Todes schöpfe ich bis heute viel Kraft. So hat der Tod eine lebenslustige und starke Frau aus mir gemacht. 


Der Tod hat aber auch meinen Forscherinnengeist geweckt, denn er erzählt viele Geschichten. Ich fing an zu forschen und fand mich an der Uni wieder. Während meinem Studium beschäftigte ich mich mit Friedhofs- und Bestattungskulturen und jobbte nebenher auf einem Friedhof. Anschließend begann ich eine Promotion über alternative Bestatter*innenkultur und sammelte Erfahrungen in Bestattungsunternehmen. Außerdem machte ich eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin. Als ich selbst jemanden beerdigen musste, wusste ich schon sehr viel über Abschied, Trauer und die Kraft der Rituale. Dieses Wissen habe ich angewandt und ein paar Dinge anders gemacht. Damit habe ich teilweise für Erstaunen gesorgt, aber auch viel Positives zurückgemeldet bekommen. Und ich habe eins gespürt: Es tut wahnsinnig gut, sich selbst folgen zu können. Bei allem Schmerz kann Abschied auch etwas sehr Schönes sein. Und wieder bin ich unglaublich dankbar. Dankbar, dass ich mir das Wissen aneignen durfte, dass ich gebraucht habe, um diese schwere Zeit auch als gute Zeit erleben zu können.

 
In den letzten Jahren habe ich viel über den Tod gelernt. An der Uni habe ich mir theoretisches Wissen erarbeitet. Während meiner Ausbildung als Trauerbegleiterin eignete ich mir praktische Kompetenz an. Meine eigenen Erfahrungen runden die Mischung perfekt ab. Und hier bin ich nun. Es ist Zeit, mein Wissen und meine Kompetenz weiterzugeben. Raus aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaften und rein ins Leben. Mit der EndlichkeitsWerkstatt folge ich meinem Ruf und meiner Berufung. Denn ich bin mir sicher, dass wir die Kraft des Lebens am besten dann spüren können, wenn wir dem Tod die Hand reichen.
 

© EndlichkeitsWerkstatt

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